Der Advent läutet die Vorweihnachtszeit ein

Der Advent, abgeleitet vom lateinischen Wort adventus (Ankunft), ist die Zeitspanne, in der sich die Christen auf die Geburt von Jesus Christus vorbereiten. Bis zum 7. Jahrhundert gab es keine eindeutige Regelung der Adventszeit., denn nach altem römischen Recht variierte die Zeit vor Weihnachten zwischen vier und sechs Sonntagen im Advent, bis letztendlich Papst Gregor I., genannt der Große, die Zahl der Sonntage auf vier begrenzt hat. Die Zahl vier steht für die 4000 Jahre, in denen die Menschen auf ihren Erlöser gewartet haben. Mit dem ersten Advent beginnt sowohl in der evangelischen als auch in der katholischen Kirche das neue Kirchenjahr.



Von den vier Sonntagen im Advent hat jeder eine eigene Bedeutung. Der erste Advent steht für den Einzug von Jesus in die Stadt Jerusalem. Der zweite Sonntag beschäftigt sich mit dem Thema der Wiederkunft des Herrn. Am dritten Advent steht Johannes der Täufer im Mittelpunkt, wobei er in der Ostkirche nicht als Täufer, sondern als Vorläufer bezeichnet wird, wodurch er als eine Art Wegbereiter Jesu angesehen wird. Der vierte Advent ist dann für den Lobgesang der Maria reserviert, der deshalb so bedeutend ist, weil Maria die Menschwerdung von Jesus in ihren Händen hielt. Auf Nachfrage des Engels Gabriel erklärte sie sich einverstanden, die Mutter des Messias zu werden.

Da die Weihnachtszeit für viele Menschen enorm wichtig ist, sind im Laufe der Zeit weitere Symbole der Adventszeit wie der Adventskranz, der Adventskalender sowie weitere Adventsbräuche entstanden.