Nikolo und Sinterklaas verteilen Geschenke

Den heiligen Nikolaus gibt es natürlich nicht nur in Deutschland, sondern man findet für ihn in der ganzen Welt die unterschiedlichsten Namen. Bei unseren westlichen Nachbarn in den Niederlanden heißt er Sinterklaas und kommt auf einem Schimmel daher und reitet auf ihm über die Dächer der Häuser. Das Feiern von Sinterklaas seit dem 15. Jahrhundert hat sich trotz mehrerer Verbotsversuche bei den Katholiken und auch bei den Protestanten der Niederlande durchgesetzt, was wegen der religiösen und gesellschaftlichen Spaltung der vergangenen Jahrhunderte durchaus nicht selbstverständlich ist.



In der Schweiz heißt der Nikolaus Samichlaus oder nur Chlaus. Begleitet wird er vom Schmutzli, was unserem Knecht Ruprecht entspricht. Bei den Schweizern beginnt das Fest am 5. Dezember. Die Kinder ziehen mit einer gebastelten Figur in Form eines Eselkopfes, der deswegen auch Chlausesel heißt, von Haus zu Haus und strecken ihn so lange ans Fenster, bis sie eine kleine Gabe, meist Süßigkeiten, erhalten haben. Abends ziehen dann die Erwachsenen los und gehen an jede Tür und erbeten kleine Geldbeträge, was eher symbolisch ist und nicht als Betteln verstanden werden sollte.

Ansonsten gibt es noch weitere Namen, unter denen man den Nikolaus kennt. In Österreich nennt man ihn Nikolo, in einigen Gebieten Richtung Südtirol auch St. Niklas. Ähnlich klingt der Sint-Niklaas aus Belgien, der San Nicolas aus Spanien und der Saint Nicolas stammt aus Frankreich. Bekannt ist auch noch der türkische Nikolaus Noel Baba, der aber ebenso wie der russische Weihnachtsmann Väterchen Frost erst am 31. Dezember die Geschenke bringt.